Archiv für Januar, 2010

Zusatzbeiträge in der GKV: Wechsel nicht überstürzen

In: Versicherung, von christiane am 31. Januar, 2010 - 23:41 Uhr

Seitdem bekannt ist, dass die ersten gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben wollen, findet die Diskussion darum kein Ende. Viele Versicherte empfinden es als Zumutung, die 8 Euro pro Monat zusätzlich aus eigener Tasche bezahlen zu müssen – unabhängig vom Verdienst und ohne dass sich ein Arbeitgeber daran beteiligen soll. Kein Wunder also, dass auch Viele mit dem Gedanken spielen, ihre Krankenkasse zu wechseln, sollte ihre aktuelle Kasse ebenfalls einen Zusatzbeitrag erheben wollen. Genau davor aber warnen nun u.a. Verbraucherschützer und die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten: Wer einen Kassenwechsel überstürzt vornimmt, kann sich dabei ins eigene Fleisch schneiden.
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Zusatzbeiträge für Krankenkassen stehen fest!

In: Versicherung, haushaltsgeld, von Ralf am 28. Januar, 2010 - 10:25 Uhr

Die ersten großen Krankenkassen DAK und KKH-Allianz verlangen ab dem 1. Februar 2010 acht Euro mehr. Die Spitzen-Verbandschefin der gesetzl. Krankenkassen Doris Pfeiffer geht davon aus, dass bis zur Mitte des Jahres alle Krankenkassen nachziehen werden und alle Versicherten den Zusatzbeitrag zahlen müssen.
Laut Pfeiffer ist diese Summe nicht auf ein Problem im Management bei den Krankenkassen zurückzuführen, sondern auf die steigenden Kosten für Krankenhäuser, Ärzte und Arzneimittel. Das ist ein Problem mit dem alle Krankenkassen zu kämpfen haben und die Lücke von 3,9 Milliarden Euro muss geschlossen werden.
Vorallem von Wohlfahrtsverbänden kam scharfe Kritik. Laut ihnen werden Arbeitnehmer und Rentner noch mehr belastet und Arbeitgeber verschont, da erst ab einer höheren Summe als acht Euro nach den Einkommensverhältnissen differenziert wird.
Die SPD dagegen kündigte ein alternatives Konzept an, indem Zusatzbeiträge abgeschafft werden, damit Arbeitnehmer mit geringem Einkommen nicht zusätzlich belastet werden.

Strom- und Gaspreise steigen ab Februar/März

In: Strom & Energie, von christiane am 24. Januar, 2010 - 23:58 Uhr

Kaum hat das neue Jahr begonnen, kündigen die Strom- und Gasversorger auch schon die nächsten Preissteigerungen an. Und die fallen gar nicht mal so niedrig aus: Mindestens 57 Versorgungsunternehmen setzen ihre Tarife zum Februar oder spätestens zum März herauf. Die Preissteigerung soll im Durchschnitt 6,2 Prozent betragen. Im Extremfall müssen Verbraucher sogar mit Preissteigerungen bis zu 12,1 Prozent rechnen.  Der deftige Strompreisanstieg ist umso ärgerlicher, weil bereits rund 160 Anbieter zum Jahreswechsel ihre Tarife nach oben korrigiert hatten.  Aber nicht nur die Stromanbieter sorgen schon bald für ein größeres Loch in der Haushaltskasse:  Auch wenigstens 15 regionale Anbieter von Gas haben angekündigt, demnächst ihre Preise erhöhen zu wollen.  Bei ihnen müssen Kunden demnächst mit durchschnittlich 7,3 Prozent Mehrkosten rechnen.

Versicherungskunden: Urteil zu Ratenzuschlägen

In: Versicherung, von christiane am 17. Januar, 2010 - 23:17 Uhr

Eines der größten verbraucherrelevanten Themen in dieser Woche war das Urteil zu Ratenzuschlägen gegen die Huk-Coburg. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hatte gegen den Versicherer geklagt, da in dessen Geschäftsbedingungen für Riester-Rentenversicherungsverträge ein Passus zur Verzinsung der Beiträge bei unterjähriger Zahlungsweise stand, der Kunden übervorteilt.  Das Landgericht Bamberg gab den Verbraucherschützern nun nach fast fünf Prozessjahren Recht: Da eine unterjährige Zahlungsweise nach Ansicht des Gerichts einem Kredit gleichkommt, müssen Versicherungen Zinsen angeben, die sich im üblichen Rahmen halten. Tun sie es nicht, dürfen sie maximal 5 Prozent Zinsen auf den Jahresbeitrag bei unterjähriger Zahlungsweise erheben.

Für bestehende Versicherungsverträge bedeutet das: Wer monatlich, viertel- oder halbjährlich zahlt, wurde bisher übervorteilt und kann zu viel gezahlte Beiträge zurückfordern. Die Forderungen betreffen alle Assekuranzen und Versicherungsprodukte und belaufen sich insgesamt auf rund 15 Milliarden Euro. Die Verbraucherzentralen rechnen mit einer Weigerung der Versicherungsunternehmen und haben einen Musterbrief ins Netz gestellt.

So sparen Sie in 2010

In: Steuern, Versicherung, von christiane am 10. Januar, 2010 - 22:30 Uhr

Wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal zu Jahresbeginn einige Neuerungen, die Verbraucher kennen sollten – sie sind nämlich bares Geld wert.  So wurde beispielsweise der Grundfreibetrag für Alleinstehende um knapp 200 Euro pro Jahr angehoben.  Der neue steuerliche Grundfreibetrag liegt nun bei 8.004 Euro. Wer mit seinem Einkommen darunter liegt, braucht keine Steuern zu zahlen. Eine leichte Steuerentlastung bringt auch die Verschiebung des Spitzensteuersatzes: Der Steuersatz in Höhe von 42 Prozent greift von nun an erst bei  einem Verdienst von 52.882 Euro pro Jahr. Auch die Besteuerung von Ehegatten erfuhr eine leichte Veränderung – mit dem Effekt, dass nun über das Jahr verteilt in vielen Familien mehr in der Haushaltskasse zu finden sein dürfte.

Gute Nachrichten auch für Riester-Sparer und vor allem privat Krankenversicherte: Riester-Sparer, die einen Ruhestand im Ausland ins Auge gefasst haben, können fortan sicher sein, dass sie ihre Zulagen und Steuerersparnise behalten können. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind nun auch für PKV-Mitglieder in vollem Umfang im Rahmen einer Basisversorgung steuerlich absetzbar. Also jede Menge Spar-Potenzial in 2010!

 
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