Androgynie – Weibliche und männliche Merkmale vereinigt
Seit vielen Jahren ist insbesondere in der Unterhaltungs- und Medienbranche und generell bei Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, immer wieder ein besonderer Trend auszumachen. Prominente wie David Bowie, Grace Jones, Annie Lennox, Tilda Swinton oder Bill Kaulitz begeistern das Publikum ebenso wie sie es spalten. Ihnen allen gemein ist, dass sie zum Teil extrem androgyn wirken. Gemeint ist damit, dass sie nach außen sowohl männliche als auch weibliche Attribute vereinen. Androgynität muss sich übrigens nicht immer bzw. nicht nur auf physische Merkmale beschränken: Auch Verhalten und Psyche können androgyn sein. Wussten Sie eigentlich schon, dass die menschlichen Wesen in vielen Schöpfungsmythen als androgyn beschrieben werden?
Auf Beobachter haben androgyne Menschen seit jeher eine ganz besondere Ausstrahlung: Sie wirken oftmals “zwitterhaft” und seltsam uneindeutig, in vieler Hinsicht verstörend. Genau diesen Effekt nutzen insbesondere Künstler gern, um sich und ihre Kunst zu inszenieren – und genau das macht sie so einzigartig und interessant.

